Jetzt ist es wohl bald so weit. Mache mir doch ernsthafte Gedanken, dass ich langsam
meinen letzten noch übrig geblieben Verstand verliere. Vielleicht interpretiere ich auch zuviel in meinen Nervenbahnen hinein?
Meine Vergesslichkeit nimmt doch abstruse Formen an, die mir vorher so noch nie passiert sind. Wie alles fängt es harmlos an. Schlagmäßig vergesse ich bei meinen Einkäufen die wichtigsten
Sachen. Kann ja schon mal passieren. Wie ist es mit einem Einkaufszettel? Immer ohne ausgekommen. Will meinen Kopf ja in Bewegung halten, aber irgendwie funktioniert es nicht mehr.
Gesichter konnte ich mir nie so gut merken, dafür hatte ich immer ein gutes Zahlengedächtnis. Zahlen in allen Variation sind immer in meinem Kopf hängen geblieben. Nun passiert es immer häufiger,
dass ich meine Geheimnummer am Geldautomaten vergesse, Telefonnummern im Kopf gelöscht sind u.s.w. ist mir auch vorher nie passiert.
Gestern und Heute war ein Paradetag meiner geistigen Umnachtung. Habe erst heute früh gemerkt, dass mein Schlüssel verschwunden war, hektisch alles abgesucht, wo war
der blöde Schlüssel, steckte von außen an meiner Haustür, nun ja, so hatte jeder freien Zutritt zu meiner Wohnung, hat nur keiner in Anspruch genommen. Gott sei Dank.
Für meine heutigen Einkäufe benötigte ich etwas Kleingeld, also machte ich mich auf zum nächsten Geldautomaten, Geheimnummer fiel mir partout nicht mehr ein, Vorgang abgebrochen und wollte
halt mit meinem Restgeld einkaufen. Unterwegs ist mir dann wieder ein Geistesblitz gekommen und die Nummer war wieder vor meinen geistigen Auge, auf zum nächsten Automaten, steckte die
Bankkarte rein und merkte, dass Dieser defekt war, jetzt kann man mich totschlagen, ich weiß nicht mehr, ob ich die Karte rausgenommen habe oder stecken ließ. Erst bei Aldi merkte ich, dass meine
Karte verschwunden war, also alles noch mal abgeklappert, Karte hat sich aufgelöst, zur Sparkasse gefahren, Karte sperren lassen und neue beantragt.
In allen Belangen spüre ich, dass meine Gedächtnisleistung doch sehr abbaut. Mich zu konzentrieren, macht unheimlich Mühe. Zwinge mich, meine Gedanken aufzuschreiben, geht mir auch nicht mehr so
locker von der Hand. Für ein paar Sätze zu formulieren brauche ich eine Ewigkeit, vor einem Jahr noch sprudelte es aus mir förmlich heraus.
Kann nur hoffen, dass diese Erscheinungsbilder nicht Überhand nehmen, hat mir noch gefehlt, dass ich
neben meinen anderen Problemen sich ein Neues seinen Weg in mir sucht. Diese paar Zeilen machen mir solch eine Mühe, dass ich mich ins Bett begebe und penne.
Gute Nacht
Udo
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wissen, also kurz entschlossen meinen Drahtesel geschnappt und
ziel- u. rastlos ging‘s dann ab.
der und Wiesen strampeln konnte. Mal richtig durchatmen und die verschiedenartigsten Gerüche aufnehmen, ja
das war Balsam. Gleich merkte ich auch, dass sich bei mir Spannungen lösten und ich viel trittsicher wurde. Kein Mensch zu sehen, ja da lohnt es sich doch mal eine befreiende Schreitherapie
anzuwenden. Kurz entschlossen brüllte ich, hoffentlich nicht weit hörbar,
der Niederlande - den Vaalser Berg (321m). Immerhin ging es knapp 3
km ziemlich steil hoch und mein Gekeuche war ringsum doch sehr wahrnehmbar, habe mich aber trotzdem nicht beirren lassen und habe den Kampf angenommen. Mein Kämpferherz hat nicht aufgegeben und
bin ohne abzusteigen den Weg, mehr schlecht als recht, hochgefahren.
utendsten Lyriker des deutschen





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